Chundua – Froschträume

1. September — 4. Dezember 2022

Eintritt zur Sonderausstellung ist frei!

Museum Koenig Bonn / Hörsaal / Adenauerallee 160, 53113 Bonn
Dienstag bis Sonntag, 10:00 — 18:00 (Mittwoch bis 21:00)
Tagesaktuelle geänderte Öffnungszeiten:
Mittwoch, 05.10.2022, 10:00 — 16:00
Mittwoch, 12.10.2022, 10:00 — 14:00
Mittwoch, 19.10.2022, 10:00 — 17:00
Donnerstag, 20.10.2022, 10:00 — 12:00
Dienstag, 25.10.2022, nicht geöffnet!
Mittwoch, 26.10.2022, 10:00 — 18:00
Freitag, 28.10.2022, nicht geöffnet!

Die Klanginstallation Chundua – Froschträume ist inspiriert von einer Erzählung der Arhuaco über die Bewohner der Sierra Nevada. Es heißt, dass sie in ihren Hängematten liegen und sich vorstellen, zwischen der realen und der spirituellen Welt zu schweben.
In Anlehnung daran präsentiert die Ausstellung akustische Bilder des kolumbianischen Regenwaldes in traumähnlichen Sequenzen, in
denen Materialien durch Erinnerung und Vorstellungskraft vermischt und umgewandelt werden.

Im Frühjahr 2022 reiste Robin Minard gemeinsam mit Biologen der Universität aus Santa Marta für eine biologische Forschungsexpedition in das UNESCO-Biosphärenreservat der Sierra Nevada de Santa Marta im Norden Kolumbiens. Dort nahm er die Geräusche des Regenwaldes auf, insbesondere die große Vielfalt der Frösche, die in diesem Gebiet leben. Für die dort lebenden indigenen Arhuaco sind Frösche mit dem Wasser, der Quelle des Lebens, verbunden und gelten daher als heilige Tiere.

Chundua, eine Bergregion der Sierra Nevada, ist für die Arhuaco das Herz der Welt. In ihrer Überlieferung haben das Leben, die Weisheit und das Gesetz hier ihren Ursprung. Sie glauben, dass alle Menschen Chundua brauchen. Genauso aber braucht Chundua die Menschen und deren bewussten Umgang mit der Umwelt, um das Gleichgewicht auf der Erde zu erhalten.

Diese Ausstellung ist das erste Projekt von echoes – soundforum bonn der Beethovenstiftung für Kunst und Kultur der Bundesstadt Bonn, das künstlerische und wissenschaftliche Forschung verbindet. Zum diesjährigen Jahresthema Biodiversität arbeitet der für 2022 berufene Bonner Stadtklangkünstler Robin Minard eng mit der Forschungssektion Herpetologie am Museum Koenig Bonn des Leibniz-Instituts zur Analyse des Biodiversitätswandels (LIB) zusammen.

Chundua – Fröschträume Audio-Trailer, Robin Minard

Technische Entwicklung & Media Art Handling: Ludger Hennig
Technische Mitarbeit: Daniel Schulz
Ausstellungsaufbau Wand: Markus Oppenländer
Museumsteam: Rainer Wollsiefen, Uwe Vaartjes
Grafische Gestaltung: milchhof berlin
Kurator und Projektleitung: Carsten Seiffarth
Fotos: José Luis Pérez-Gonzáles, Hernan Darío Martínez Urrea,
Robin Minard, Carsten Seiffarth